Stadt-Apotheke Köln
In den Räumen eines ehemaligen Bettengeschäftes sollten die Umbauten für die Neugründung der Stadt-Apotheke Köln erfolgen, mit der Apotheker Malte Gerkens den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Mit 192m² im Erdgeschoss und noch einmal 166m² im Keller war mehr als genug Platz vorhanden.
Zur Straße hin öffnet sich die knapp 80m² große Offizin mit einer 12m langen Schaufensterfront. Eine Notdienstanlage mit Codefächern ermöglicht es den Kunden auch nach Ladenschluss durch Eingabe einer zuvor zugesandten PIN, die gewünschten Medikamente abzuholen.
Der Fußboden im Verkaufsbereich ist ein Kirchheimer Muschelkalk, der durch seine sandgestrahlte und gebürstete Oberfläche den Eindruck vermittelt, als seien hier die in Köln allgegenwärtigen Römer bereits entlang gelaufen.
Zu den Handverkaufstischen vollzieht sich ein Bodenwechsel, der den Arbeitsbereich kenntlich macht. Hier liegen 20mm dicke Dielen aus massiver Oliv-Esche, die in ihrem kraftvollen Zusammenspiel mit dem Muschelkalk eine geerdete Robustheit in den Raum bringt.
Um nach außen etwas mehr Lautstärke und Frische zu visualisieren, wurden zwei knallige Farben mit ins Spiel gebracht, die den ansonsten weißen Raum akzentuieren.
Frei- und Sichtwahl bilden je ein vor der weißen Wand des Raumes schwebendes Band, das in einem leuchtenden Frühlingsgrün die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Eine Hinterleuchtung mit LED-Bändern verstärkt den schwebenden Eindruck.
Im farblichen Gegensatz dazu führen die Handverkaufstische als ein 12m langer oranger Balken nach hinten in den Raum. Ursprünglich als durchgehender Riegel geplant, wurde der Verkaufstresen auf Beamtenwunsch in vier einzelne Kassenblöcke unterteilt.
Um aber dennoch den Charakter eines zusammenhängenden Gefüges zu erhalten, wurden diese auf zwei Kufen aus 140mm C-Stahlträgern gesetzt, die auf massiven Escheblöcken lagern. Die Handtaschenablagen aus gelasertem Aluminium erzeugen ein auflockerndes Schattenspiel auf Front und Boden.
Die Sichtwahl mit ihren an Drahtseilen aufgehängten Glasböden erhielt eine digitale Ergänzung mit zwei Touchbildschirmen. Vom Lagerautomaten im Keller direkt unter der Sichtwahl erfolgt die Ausgabe der Medikamente in ein Fach in der Mitte der Sichtwahl.
Ein weiteres Highlight bildet am Abschluss des Verkaufsbereiches die gläserne Rezeptur mit vorgelagerter Wartebank. Die Arbeitsplatten wurden aus chemikalienbeständigem Mineralwerkstoff fugenlos eingefügt.
Gefräste Hohlkehlen anstelle von Ecken erlauben eine leichte und gründliche Reinigung der Arbeitsfläche, deren abschließende Wischleiste hinter einer Klappe verborgene Steckdosen beinhaltet. Hier kann man Kabel und Netzteile von Topitec, Feinwaage und Co. verschwinden lassen.
Auf der Rückseite der Rezeptur befindet sich der zentrale Druckerplatz für den Arbeitsbereich. Von den Steh-Sitzarbeitsplätzen aus erreicht man schnell die Offizin.
Des Weiteren befinden sich hier die Medikamentenkühlschränke, Schubsäulen für nicht-automatenfähige Artikel, Abholerregal und jede Menge Stauraum für Aktenordner und Kleinkram.
Eine weitere Tür führt in das Büro und Nachtdienstzimmer, das sich durch seine unmittelbare Nähe zu Arbeitsbereich und Offizin mitten im Geschehen befindet.
Durch eine Toreinfahrt gelangt man von der Straße aus auf einen Hinterhof. Neben ein paar Kundenparkplätzen gibt es hier eine Rampe, die in das nach hinten ausgebildete Souterrain führt. Hier befinden sich die gesamte Warenbearbeitung, der 7,20m lange Kommissionierautomat von Apostore, Lagerräume, Labor, Teerezeptur, Umkleide und Teeküche.
Der Lagerroboter liefert direkt in die Sichtwahl eine Etage höher.
Logoentwicklung
Die Logoentwicklung stammt ebenfalls aus dem Büro Bürger und es war sofort klar: Was in Köln einen Namensbezug zur Stadt herstellt, kommt am Dom nicht vorbei.
Daher wurde hier die allseits bekannte Skyline aufgegriffen und im Orange der HV-Tische umgesetzt.
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Weitere Referenzen
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Projektdaten
Projekt: Stadt-Apotheke Köln
Adresse: Aachener Straße 336, 50933 Köln
Entwurf: Klaus Bürger
Fertigstellung: 2017
Bauherr: Apotheker Malte Gerkens
Gesamtfläche: 358 m² auf zwei Ebenen
Besonderheit: Neugründung und Umbau einer ehemaligen Bettenausstellung mit Apostore-Lagerautomation
Wir planen keine Apotheken. Wir entwickeln Unikate.
Jedes Projekt hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Anforderungen und seine eigene Persönlichkeit. Deshalb glauben wir nicht an Standardlösungen.
Wenn Sie über Ihr eigenes Projekt sprechen möchten, freuen wir uns auf ein Gespräch.
Telefon: 02151 736005
E-Mail: info@buerger-architektur.de